Der Steeger See - Geschichte


Entwicklung eines Toteisloches Der Steeger See entstand am Ende der letzten Eiszeit. Als sich die Gletscher vor etwa 17.000 Jahren zurückzogen, blieben große, mit Sedimenten zugedeckte Eisblöcke zurück, die erst allmählich abschmolzen und an deren Stelle sich Seen bildeten.

Der ursprüngliche See war gut 10 - 15 mal größer als heute. Mit der zunehmenden Besiedelung des Gewässers durch Pflanzen und Tiere setzte dann eine allmähliche Verlandung ein. Dass der Steeger See wie viele andere Toteislöcher in Oberschwaben bis heute nicht vollständig verlandete und zu einem Ried wurde, wird auf das Vorhandensein der unterirdischen Quellen im Ostteil des Sees zurückgeführt.

Neuere archäologische Untersuchungen zeigten, dass sich am Steegersee vor etwa 5700 Jahren auf einer damals vorhandenen Insel eine jungsteinzeitliche Pfahlbausiedlung befand. So belegen Scherben von Stichbandkeramik, dass Menschen bereits in der ersten Hälfte des 5. Jahrtausends v. Chr. am Steegersee siedelten. Scherbenfunde der Schussenrieder Keramik sowie Keramikfragmente der Pfyn-Altheimer-Gruppe zeigen, dass auch noch ca. 4000 v. Chr. und zwischen 3731 und 3723 v. Chr. Menschen am Steegersee lebten. Seit 1993 ist der Steeger See daher ein eingetragenes Landesdenkmal beim Landesdenkmalamt Tübingen.

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